Verhütung / Empfängnisverhütung

Verhütung / Empfängnisverhütung

Allgemeines

Hormonale Präparate zur Empfängnisverhütung (hormonale Kontrazeptiva) besitzen eine besonders hohe Zuverlässigkeit. Sie sind dabei völlig reversibel, das heißt, dass Frauen nach dem Absetzen der Präparate wieder schwanger werden kennen.

Hormonale Kontrazeptiva enthalten synthetische Sexualhormone, die in ihrer Wirkung den körpereigenen Östrogenen und Gestagenen ähnlich sind.

Es werden entweder Kombinationen der beiden Hormone verabreicht (Kombinationspräparate) oder Gestagen wird allein verwendet (Monopräparate).

Die Hormone können als Pille eingenommen werden, durch ein Pflaster oder über einen Vaginal Ring aufgenommen werden. Es gibt auch hormonale Depotpräparate, die langsam über einen bestimmten Zeitraum Gestagene im Körper freisetzen. Dazu gehören das Intrauterin-System, Injektionspräparate und Implantate.

Auch die “Pille danach” kann eine Schwangerschaft verhindern.

Pille

Pille

Der Begriff “Die Pille” ist in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Wissenschaftlich nennt man die Pille “Orales Kontrazeptivum” (oral: durch den Mund verabreicht; Kontrazeptivum: Mittel zur Empfängnisverhütung).

Die meisten Pillen sind Kombinationspräparate, welche ein Östrogen und ein Gestagen enthalten. Es gibt aber auch die Minipille, die nur ein Gestagen enthält.

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Die Minipille

Die Minipille ist ein reines Gestagenpräparat. Die Begriffe Minipille und Mikropille werden oft verwechselt. Die Mikropille ist ein niedrig dosiertes Kombinationspräparat, welches Östrogen und Gestagen enthält. Bei der Minipille wird das Gestagen in niedriger Dosis täglich eingenommen. Die 7tägige Einnahmepause entfällt.

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Hormonspirale (Intrauterin-System)

Hormonspirale

Die Hormonspirale (auch IUS = Intrauterin-System genannt) ist die geeignete Methode für Frauen, die ein zuverlässiges, niedrig dosiertes Langzeitkontrazeptivum wünschen. Sie wird in die Gebärmutterhöhle eingelegt und setzt dort bis zu 5 Jahre kontinuierlich sehr geringe Hormonmengen frei. Der Empfängnisschutz ist mit dem der Kombinationspille vergleichbar und beginnt sofort nach der Einlage in die Gebärmutter. Die Frau spürt die Hormonspirale nicht.

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Dreimonatsspritze / Verhütungsspritze

Die Dreimonatsspritze (Injektion) wird in den Gesäß- oder Oberarmmuskel gespritzt. Aus dem Depot im Muskel werden die Hormone langsam ins Blut abgegeben und zu den Zielorganen transportiert. Die Dreimonatsspritze enthält ein hoch dosiertes, lang wirkendes Gestagen, das alle drei Monate vom Arzt in den Gesässmuskel gespritzt wird.

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Implantate

Bei Implantaten handelt es sich um ca. 3 cm große Kunststoff-Stäbchen, die ein Gestagen enthalten. Diese werden in einem kleinen Eingriff unter die Haut der Innenseite des Oberarms implantiert und entfernt.

Implantate haben eine hohe Zuverlässigkeit. 24 Stunden nach der Einlage der Stäbchen ist ein Empfängnisschutz gewährleistet, der bis zu 3 Jahre anhält.

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Vaginalring

Vaginalring

Der Vaginalring ist ein Verhütungssystem, das die gleichen Hormone wie die Pille verwendet: Östrogen und Gestagen. Der Wirkmechanismus ist derselbe wie bei der Pille. Der Eisprung wird gehemmt. Der Schleimpfropfen im Gebärmutterhals wird für die Spermien undurchdringlich. – Unterdrückung des Aufbaus der Gebärmutterschleimhaut.

Anders als bei der Pille werden die Hormone nicht geschluckt, sondern über die Schleimhäute in der Scheide aufgenommen. Diese beiden Hormone sind in einem Kunststoffring eingeschlossen, der zu Beginn des Zyklus in die Scheide eingelegt wird. Nach drei Wochen wird der Ring wieder entfernt; es folgt eine Woche ohne den Ring. In dieser Woche kommt es dann zu einer Blutung, wie das auch bei der Pille der Fall ist. Der Ring wird von der Frau selber eingelegt und wieder entfernt.

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Hormonpflaster

Hormonpflaster

Ein weiteres System ist das Pflaster zur Empfängnisverhütung. Das Pflaster ist etwa 5×5 cm Groß und enthält ebenfalls die Hormone Östrogen und Gestagen, die über die Haut an den Körper der Frau abgegeben werden. Der Wirkungsmechanismus ist derselbe wie bei der Pille.

Ein Pflaster wird jeweils für eine Woche aufgeklebt. Nach drei Wochen wird eine Woche lang pausiert, und es kommt zu einer Blutung.

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Pille danach

Pille danach

Bei der Pille danach (auch postcoitale Pille oder Morning-after pill) handelt es sich um hormonhaltige Präparate, die nach ungeschütztem Sexualverkehr oder nach dem Versagen einer anderen Methode (z.B. gerissenes Kondom) eingenommen werden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Mit dieser Methode wird die Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut verhindert.

Es gibt verschiedene Präparate (Östrogen-Gestagen-Kombinationen oder reine Gestagen-Präparate) wobei die Hormongabe je nach Präparat als Einmaldosis oder zweimal erfolgt.

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Welche Methode ist für welche Altersgruppe geeignet?

In der Gruppe der 18 – 35 jährigen Frauen ist die Pille aufgrund ihrer hohen Zuverlässigkeit, der unkomplizierten Anwendung und der positiven Begleitwirkungen eine der am häufigsten genutzten empfängnisverhütenden Maßnahmen.

Oft wird die Frage gestellt, ab wann und bis zu welchem Lebensalter die Pille und andere hormonale Kontrazeptiva angewendet werden können.

Verordnung hormonaler Kontrazeptiva an Jugendliche

Neuere Erhebung in europäischen Ländern und Nordamerika besagen, dass junge Mädchen durchschnittlich bereits zwischen dem 14. und 16. Lebensjahr den ersten Geschlechtsverkehr haben. Ferner weiß man heute, dass das Stadium der Geschlechtsreife viel früher erreicht wird, als dies noch vor einigen Generationen der Fall war.

Die Menarche kann bereits im 11. oder 12. Lebensjahr auftreten. Im Durchschnitt rechnet man damit, dass der Zyklus sich innerhalb von 3 Jahren nach der Menache soweit stabilisiert hat, dass es regelmäßig zu einem Eisprung kommt. Die Mädchen können also schwanger werden, wenn sie Geschlechtsverkehr haben..

Diese Tatsache wirft nicht nur medizinische, sondern auch soziale Fragen auf. Eine ungewollte Schwangerschaft kann die Gesundheit, die Psyche und die Zukunft eines minderjährigen Mädchens schwer belasten. Die rechtzeitige Anwendung sicherer Kontrazeptiva ist daher notwendig..

Aus rein medizinischer Sicht ist die Verschreibung einer Mikropille an Jugendliche möglich, wenn die Menarche eingetreten und ein regelmäßiger Zyklus etabliert ist. Die Minipille (reine Gestagenpille) wird von Jugendlichen im Allgemeinen gut vertragen. Viele Mädchen betrachten es als Nachteil, dass es bei der Minipille häufiger zu Zwischenblutungen kommt.

Die Verschreibung der Pille (ob Mikropille oder Minipille) verlangt vom jungen Mädchen ein Mindestmaß an psychischer Reife. Dies betrifft zum einen die verantwortungsvolle Aufnahme von Sexualbeziehungen. Zum anderen gehört dazu die Disziplin der regelmßigen Pilleneinnahme. Insbesondere bei der Minipille darf die übliche Einnahmezeit um nicht mehr als 3 Stunden überschritten werden..

Im Hinblick auf die Depotpräparate (Injektionen und Implantate) gibt es keine altersspezifischen Kontraindikationen für Jugendliche. Bei Depotpräparaten kommt es häufiger zu Blutungsstörungen. Bei längerer Anwendung setzt die Regelblutung oft ganz aus. Nach dem Absetzen der Depotpräparate kann die Menstruationsblutung mehrere Monate ausbleiben, bevor sich ein normaler Zyklusverlauf wieder einstellt.

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